Zellbiologie

Henrietta Lacks und ihre unsterblichen Zellen

Mit diesem Beitrag nehme ich am diesjährigen ScienceBlogs Schreibwettbewerb teil, wo er heute erschienen ist. Weil der Text auch sehr gut direkt hier reinpasst, veröffentliche ich ihn hier nochmals.


1953 wurde die Struktur der DNA aufgeklärt und läutete eine Revolution in der Biologie ein. Etwa zur selben Zeit erlebten die Lebenswissenschaften eine weitere Umwälzung, die weniger bekannt ist: die erste menschliche, potentiell unsterbliche Zelllinie wurde etabliert. So gut wie alle Biologen, die ich kenne, haben im Laufe ihres Studiums oder ihres Berufslebens bereits mit diesen Zellen gearbeitet. Die Geschichte dahinter ist aber vielen – und war auch mir lange – unbekannt. Dabei ist sie wirklich faszinierend und wirft viele medizinisch-ethische Fragen auf wie z. B.: Was von meinem Körper gehört mir? Glücklicherweise schildert Rebecca Skloot in ihrem 2010 erschienenen Buch The immortal life of Henrietta Lacks (auf Deutsch: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks), unter welchen Umständen die Zelllinie entwickelt wurde und welche Folgen das hatte. (mehr …)

Power, Sex, Suicide – Nick Lane

Früher dachte man, dass Mikroben immer wieder neu aus totem Material entstehen – einen Prozess, den man Abiogenese nannte. Vor allem die Verbesserung der Mikroskopie-Techniken führte allerdings dazu, dass man von dieser Vorstellung Abschied nehmen musste. Im 19. Jahrhundert wurde die Zelltheorie formuliert, die sagt, dass Lebewesen aus Zellen bestehen und dass Wachstum die Bildung von mehr Zellen durch Zellteilung bedeutet.
powersexsuicide (mehr …)