Sachbuch

Die Vermessung des Universums – Lisa Randall

Mit Die Vermessung des Universums von Lisa Randall habe ich mich mal wieder an ein Buch gewagt, in dem es um Teilchenphysik geht und das mir die Frage beantworten sollte, „wie die Physik von morgen den letzten Geheimnissen auf der Spur ist“, wie es im Untertitel des Buches so schön heißt.

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Eine Geschichte des Kreationismus

Kreationisten glauben, dass in der ein oder anderen Form die Schöpfungsgeschichte wahr ist. Da sie aber Schöpfung und Evolution nicht vereinbaren können, lehnen sie den Darwinismus ab und kämpfen häufig dafür, dass Evolution aus dem Unterricht verbannt wird. Ich persönlich halte das für absurd und kann es nicht nachvollziehen. Der Wissenschaftshistoriker Ronald L. Numbers hat mit The Creationists – From Scientific Creationism to Intelligent Design ein Buch vorgelegt, das die Geschichte des Kreationismus erläutert und mir vielleicht weiterhilft, seine Protagonisten besser zu verstehen.

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Henrietta Lacks und ihre unsterblichen Zellen

Mit diesem Beitrag nehme ich am diesjährigen ScienceBlogs Schreibwettbewerb teil, wo er heute erschienen ist. Weil der Text auch sehr gut direkt hier reinpasst, veröffentliche ich ihn hier nochmals.


1953 wurde die Struktur der DNA aufgeklärt und läutete eine Revolution in der Biologie ein. Etwa zur selben Zeit erlebten die Lebenswissenschaften eine weitere Umwälzung, die weniger bekannt ist: die erste menschliche, potentiell unsterbliche Zelllinie wurde etabliert. So gut wie alle Biologen, die ich kenne, haben im Laufe ihres Studiums oder ihres Berufslebens bereits mit diesen Zellen gearbeitet. Die Geschichte dahinter ist aber vielen – und war auch mir lange – unbekannt. Dabei ist sie wirklich faszinierend und wirft viele medizinisch-ethische Fragen auf wie z. B.: Was von meinem Körper gehört mir? Glücklicherweise schildert Rebecca Skloot in ihrem 2010 erschienenen Buch The immortal life of Henrietta Lacks (auf Deutsch: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks), unter welchen Umständen die Zelllinie entwickelt wurde und welche Folgen das hatte. (mehr …)

Ein bisschen Mathematik in Buchform

2002 bewies ein russischer Mathematiker die fast 100 Jahre alte Poincaré-Vermutung, an der sich Generationen von Mathematikern die Zähne ausgebissen hatten. Statt die Lösung wie üblich in einer angesehenen Fachzeitschrift zu veröffentlichen, stellte Grigori Perelman sie einfach ins Internet. Die mathematische Gemeinschaft prüfte Perelmans Argumentation eingehend und Poincarés Vermutung gilt seitdem als bewiesen. Für diese Leistung sollte Perelman die Fields-Medaille (den „Nobelpreis für Mathematik“) und ein Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar erhalten. Beides hat er abgelehnt, ebenso wie attraktive Job-Angebote von amerikanischen Universitäten. Perelman gibt keine Interviews und hat sich in seiner Heimat zurückgezogen. Eine tolle Geschichte, aber auch Stoff für ein gutes Buch?

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Tatort Himmelsscheibe – Thomas Schöne

Die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra ist die älteste astronomische Darstellung der Welt. Sie wurde von Menschen hergestellt, die während der Bronzezeit in der Region des heutigen Sachsen-Anhalts lebten, und von denen wir nur wenig wissen. Die Scheibe ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Bis sie dort hin kam, hatte sie allerdings einen langen Weg über Raubgräber und Hehler, Archäologen und Kriminalbeamte hinter sich. Diese Geschichte erzählt Thomas Schöne in seinem Buch Tatort Himmelsscheibe.

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Die Neandertaler und wir – Svante Pääbo

Wie unterscheiden sich moderne Menschen von ihren ausgestorbenen Verwandten? Sind wir für die Beantwortung dieser Frage ausschließlich auf das Interpretieren von Skelettresten, verlassenen Feuerstellen und Gräbern angewiesen oder gibt es auch unmittelbare Methoden, die empirisch klar machen, wie die Menschheitsgeschichte ablief? Das sind Fragen, die Svante Pääbo, den Begründer der Paläogenetik, umtreiben. Er geht sie mit Methoden der Molekularbiologie an und entlockt so urzeitlichen Knochen ihre Geheimnisse.

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Die perfekte Theorie – Pedro G. Ferreira

1915, vor hundert Jahren also, hat Albert Einstein seine allgemeine Relativitätstheorie (RT) veröffentlicht, die unsere Vorstellungen von Raum und Zeit ganz schön durcheinander gebracht hat. Beobachter, die sich relativ zueinander bewegen, nehmen Zeit unterschiedlich war. Licht wird durch Masse gekrümmt und bewegt sich scheinbar nicht geradlinig. Die Relativitätstheorie hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die nun der in Oxford tätige Astrophysiker Pedro G. Ferreira in seinem Buch Die perfekte Theorie – Das Jahrhundert der Genies und der Kampf um die Relativitätstheorie schildert.

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