Arrival of the Fittest – Andreas Wagner

Darwins Evolutionstheorie basiert darauf, dass Individuen einer Population sich voneinander unterscheiden. Diese Unterschiede resultieren in abweichendem Fortpflanzungserfolg – der schlechter Angepasste wird aussortiert, der besser Angepasste setzt sich durch und vorteilhafte Neuerungen werden durch natürliche Selektion erhalten. Survival of the fittest wurde das bereits zu Zeiten Darwins genannt. Wovon man aber Mitte des 19. Jahrhunderts noch keine Ahnung haben konnte, war, woher die Variationen innerhalb einer Population kamen und wie diese kleinen Veränderungen zu großen Innovationen führen können. Was die Biologie hierzu mittlereile herausgefunden hat, erklärt der Evolutionsbiologe Andreas Wagner in seinem Buch Arrival of the Fittest – Wie das Neue in die Welt kommt.

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Seveneves – Neal Stephenson

– „The moon blew up without warning and for no apparent reason.“ –

Um das in diesem Satz lapidar geschilderte Ereignis geht es in Stephensons neuem Roman Seveneves. Und das ist auch kein Spoiler, sondern mit diesem Satz beginnt das Buch. Und damit eine abenteuerliche Reise durch die Welt der Orbitalmechanik.

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Die Vermessung des Universums – Lisa Randall

Mit Die Vermessung des Universums von Lisa Randall habe ich mich mal wieder an ein Buch gewagt, in dem es um Teilchenphysik geht und das mir die Frage beantworten sollte, „wie die Physik von morgen den letzten Geheimnissen auf der Spur ist“, wie es im Untertitel des Buches so schön heißt.

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In eigener Sache

Aus beruflichen und umzugstechnischen Gründen finde ich derzeit irgendwie nicht die Muse zu lesen – leider. Deswegen wird die Beitragsfrequenz hier erstmal ein bisschen zurückgehen. Aber der Blog wird nicht sterben (hoffe ich doch zumindest!). Momentan lese ich übrigens Die Vermessung des Universums von Lisa Randall. Wie’s mir gefallen hat, erzähle ich dann im nächsten Beitrag.

Wenn Aliens uns bemerken…

In den gängigsten Sci-Fi-Universen hat die Menschheit bereits mit Aliens Kontakt aufgenommen, die Galaxis ist von den unterschiedlichsten Zivilisationen bevölkert und es geht darum, wie diese Kulturen miteinander zurechtkommen. Eine mindestens genauso interessante Frage ist aber, was passiert, wenn die Menschheit zum ersten Mal bemerkt, dass sie nicht allein ist. Ich habe in letzter Zeit zwei Werke gelesen, in denen es genau darum geht und die diese Frage durchaus unterschiedlich beantworten: Contact von Carl Sagan und The Three-Body Problem von Liu Cixin. (Vorsicht: es wird ein bisschen gespoilert!) (mehr …)

Eine Geschichte des Kreationismus

Kreationisten glauben, dass in der ein oder anderen Form die Schöpfungsgeschichte wahr ist. Da sie aber Schöpfung und Evolution nicht vereinbaren können, lehnen sie den Darwinismus ab und kämpfen häufig dafür, dass Evolution aus dem Unterricht verbannt wird. Ich persönlich halte das für absurd und kann es nicht nachvollziehen. Der Wissenschaftshistoriker Ronald L. Numbers hat mit The Creationists – From Scientific Creationism to Intelligent Design ein Buch vorgelegt, das die Geschichte des Kreationismus erläutert und mir vielleicht weiterhilft, seine Protagonisten besser zu verstehen.

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Henrietta Lacks und ihre unsterblichen Zellen

Mit diesem Beitrag nehme ich am diesjährigen ScienceBlogs Schreibwettbewerb teil, wo er heute erschienen ist. Weil der Text auch sehr gut direkt hier reinpasst, veröffentliche ich ihn hier nochmals.


1953 wurde die Struktur der DNA aufgeklärt und läutete eine Revolution in der Biologie ein. Etwa zur selben Zeit erlebten die Lebenswissenschaften eine weitere Umwälzung, die weniger bekannt ist: die erste menschliche, potentiell unsterbliche Zelllinie wurde etabliert. So gut wie alle Biologen, die ich kenne, haben im Laufe ihres Studiums oder ihres Berufslebens bereits mit diesen Zellen gearbeitet. Die Geschichte dahinter ist aber vielen – und war auch mir lange – unbekannt. Dabei ist sie wirklich faszinierend und wirft viele medizinisch-ethische Fragen auf wie z. B.: Was von meinem Körper gehört mir? Glücklicherweise schildert Rebecca Skloot in ihrem 2010 erschienenen Buch The immortal life of Henrietta Lacks (auf Deutsch: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks), unter welchen Umständen die Zelllinie entwickelt wurde und welche Folgen das hatte. (mehr …)